Behandlungsbereiche Erwachsene

Die Behandlungsbereiche in meiner Praxis umfassen bei Erwachsenen folgende Störungsbilder:
1. Sprachstörungen:
sind in der Regel Aphasien, die sich in unterschiedlichem Schweregrad auf das Sprechen, Verstehen, auf das Lesen und Schreiben auswirken. Es können Störungen bzgl. der Wortwahl und der Wortfindung, Störungen in der Lautstruktur, von Satzbau und Grammatik auftreten. Des weiteren liegen oft ein übersteigerter Rededrang oder eine verminderte Sprachproduktion mit Sprachanstrengung oder unkontrollierte Wiederholungen von Silben, Wörtern bzw. Phrasen vor. Ursachen solcher Aphasien können z. B. Schlaganfälle oder Hirnoperationen sein.
2. Sprechstörungen:
2.1. Dysarthrien: sind Störungen in der Ausführung von Sprechbewegungen. Häufig fallen unter anderem eine eingeschränkte Sprechmelodie, ein veränderter Sprechrhythmus oder eine eingeschränkte Beweglichkeit von Lippen, Zunge, Gaumensegel und Kiefer auf. Ursachen von Dysarthrien können z. B. Schlaganfälle oder Hirntumore sein.
2.2. Sprechapraxien: sind Störungen in der Planung der Sprechmotorik, bei der keine Funktionseinschränkung der am Sprechakt beteiligten Organe vorhanden ist. Tritt fast immer in Kombination mit einer Sprachstörung (Aphasie) auf und geht unter anderem einher mit artikulatorischen Suchbewegungen sowie Sprechanstrengung. 2.3. Audiogene Sprechstörungen: (audiogen: das Hören betreffend)
Artikulationsstörungen infolge fehlender Rückkopplung durch das Hören bei hochgradiger Schwerhörigkeit oder Taubheit. Diese Störungen äußern sich in einer undeutlichen Aussprache, einem veränderten Stimmklang und/oder einer fehlenden Lautstärkeregulierung.
2.4. Stottern: Redeflussstörung einhergehend mit unfreiwilligen Wiederholungen von Teilwörtern, Silben oder Lauten, Dehnungen von Lauten und /oder Blockierungen von Wörtern. Hinzu können Begleitsymptome wie Sprechangst oder Körpermitbewegungen kommen. Es besteht häufig ein ausgeprägtes Störungsbewusstsein.
2.5. Poltern: Redeflussstörung einhergehend mit schneller, überhasteter Sprechweise und undeutlicher Aussprache bei in der Regel nicht sehr ausgeprägtem Störungsbewusstsein.
3. Stimmstörungen:
3.1. funktionelle Dysphonien: Diese können durch falsche Gewohnheit oder Überbelastung erworben sein, sie können psychogene Ursachen haben und/oder es kann eine Veranlagung vorliegen. Menschen in sprechintensiven Berufen sind besonders von funktionellen Stimmstörungen betroffen, die mit einem gestörten Stimmklang und/oder eingeschränkter stimmlicher Leistungsfähigkeit verbunden sind.
3.2.organische Dysphonien: Stimmstörungen, bei denen eine organische Veränderung im Bereich des Stimmapparates vorliegt, welche den normalen Funktionsablauf behindert (z.B. Stimmbandlähmung)
4. Schluckstörungen:
Dysphagien sind Beeinträchtigungen oder Behinderungen des Schluckens und/oder der oralen Nahrungsaufnahme. Diese entstehen durch strukturelle Veränderungen im Mund und/oder Halsbereich oder durch neurologische Störungen (z. B. Schlaganfall).